• Vaterschaftsurlaub JETZT!
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Die Geburt eines Kindes verändert alles: Das Paar, die Arbeit, die Freizeit. Die junge Familie muss sich einer völlig neuen Situation stellen. Mutter und Kind werden heute durch den Mutterschaftsurlaub geschützt. Dieser kam mit Hilfe gewerkschaftlichen Engagements zu Stande. Nun ist es an der Zeit, dass auch Väter ein Recht auf Vaterschaftsurlaub erhalten.

In der Schweiz gibt es kein Recht auf einen bezahlten oder unbezahlten Vaterschaftsurlaub. Doch Väter wollen Väter sein, Kinder begehren beide Elternteile und Mütter brauchen Unterstützung. Deshalb lanciert Syna zusammen mit Travail.Suisse und weiteren Organisationen die Eidgenössische Initiative "Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie".

Die Initiative will nach dem Vorbild des Mutterschaftsurlaubs einen bezahlten Vaterschaftsurlaub einführen. Dieser soll mindestens eine Dauer von 20 Tagen haben, welche flexibel bezogen werden können. Der frischgebackene Vater soll innerhalb des ersten Jahres nach der Geburt selber entscheiden können, wann und wie er seinen Vaterschaftsurlaub beziehen möchte. Er kann beispielsweise direkt nach der Geburt zwei Wochen und nach dem Ende des Mutterschaftsurlaubs die übrigen Wochen beziehen. Aber auch einzelne Tage sollen bezogen werden können. Dadurch könnte ein Vater während 20 Wochen sein Arbeitspensum um 20% reduzieren.

Schweiz als EntwicklungslandSchweiz ist ein Entwicklungsland

Im internationalen Vergleich ist die Schweiz das Schlusslicht. Mit 20 Tagen wären wir weder Pioniere noch Vorbilder, sondern immer noch Mittelfeld.

Wie der Mutterschaftsurlaub soll auch der Vaterschaftsurlaub über die Erwerbsersatzordnung (EO) finanziert werden. Nach Einschätzung des Bundesrates betragen die Kosten rund 380 Millionen Franken pro Jahr. Das sind für Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 0.06 Lohnprozente. Bei einem Monatslohn von 6000 Franken bedeutet das 3.60 Franken – nicht mehr als eine Tasse Kaffee. Weil die Entschädigungen für Militärdiensttage, die auch über die EO abgerechnet werden, ständig abnehmen, ist ein Vaterschaftsurlaub beinahe schon finanziert.

Syna unterstützt die Forderung nach 20 Tagen Vaterschaftsurlaub, denn auch Arbeitnehmer sollen Väter sein dürfen. Und zwar alle, nicht nur die, welche sich einen unbezahlten Urlaub leisten können. Syna will Arbeit und Freizeit ins Gleichgewicht bringen – ein 20-tägiger Vaterschaftsurlaub ist dabei ein wichtiger Schritt.

 

ARGUMENTE

Die Geburt eines Kindes verändert alles: Das Paar, die Arbeit, die Freizeit. Die junge Familie muss sich einer völlig neuen Situation stellen. Mutter und Kind werden heute durch den Mutterschaftsurlaub geschützt. Dieser kam mit Hilfe gewerkschaftlichen Engagements zu Stande. Nun ist es an der Zeit, dass auch Väter ein Recht auf Vaterschaftsurlaub erhalten.

In der Schweiz gibt es kein Recht auf einen bezahlten oder unbezahlten Vaterschaftsurlaub. Doch Väter wollen Väter sein, Kinder begehren beide Elternteile und Mütter brauchen Unterstützung. Deshalb lanciert Syna zusammen mit Travail.Suisse und weiteren Organisationen die Eidgenössische Initiative "Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie".

Die Initiative will nach dem Vorbild des Mutterschaftsurlaubs einen bezahlten Vaterschaftsurlaub einführen. Dieser soll mindestens eine Dauer von 20 Tagen haben, welche flexibel bezogen werden können. Der frischgebackene Vater soll innerhalb des ersten Jahres nach der Geburt selber entscheiden können, wann und wie er seinen Vaterschaftsurlaub beziehen möchte. Er kann beispielsweise direkt nach der Geburt zwei Wochen und nach dem Ende des Mutterschaftsurlaubs die übrigen Wochen beziehen. Aber auch einzelne Tage sollen bezogen werden können. Dadurch könnte ein Vater während 20 Wochen sein Arbeitspensum um 20% reduzieren.

Schweiz als EntwicklungslandSchweiz ist ein Entwicklungsland

Im internationalen Vergleich ist die Schweiz das Schlusslicht. Mit 20 Tagen wären wir weder Pioniere noch Vorbilder, sondern immer noch Mittelfeld.

Wie der Mutterschaftsurlaub soll auch der Vaterschaftsurlaub über die Erwerbsersatzordnung (EO) finanziert werden. Nach Einschätzung des Bundesrates betragen die Kosten rund 380 Millionen Franken pro Jahr. Das sind für Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 0.06 Lohnprozente. Bei einem Monatslohn von 6000 Franken bedeutet das 3.60 Franken – nicht mehr als eine Tasse Kaffee. Weil die Entschädigungen für Militärdiensttage, die auch über die EO abgerechnet werden, ständig abnehmen, ist ein Vaterschaftsurlaub beinahe schon finanziert.

Syna unterstützt die Forderung nach 20 Tagen Vaterschaftsurlaub, denn auch Arbeitnehmer sollen Väter sein dürfen. Und zwar alle, nicht nur die, welche sich einen unbezahlten Urlaub leisten können. Syna will Arbeit und Freizeit ins Gleichgewicht bringen – ein 20-tägiger Vaterschaftsurlaub ist dabei ein wichtiger Schritt.

 

ARGUMENTE

1. Väter wollen Väter sein

90% der Väter wollen mehr Zeit und Flexibilität, um für ihre Kinder da sein zu können. Doch die Rahmenbedingungen stimmen nicht. Väter, die heute Verantwortung übernehmen wollen, sind auf den Goodwill des Arbeitgebers angewiesen. Die Mutter erwirbt durch die Abwesenheit des Vaters einen Erfahrungs- und Kompetenzvorsprung. Dadurch fühlt sich der Vater als Nr. 2 und wird es oft auch.
Ein Vaterschaftsurlaub schafft den nötigen Rahmen, damit auch die Väter Verantwortung übernehmen können.

2. Kinder wünschen beide Elternteile

Das Fundament für eine tragfähige und vertrauensvolle Beziehung zwischen Eltern und Kind wird unmittelbar nach der Geburt gelegt. Deshalb braucht das Kind besonders direkt nach Geburt beide Elternteile. Fragt man die Kinder selbst, sagen sie klar: Wir wollen Mama und Papa nahe in unserem Leben.
Der Vaterschaftsurlaub ermöglicht es den Eltern, dem Bedürfnis und dem Wunsch des Kindes nach Vater und Mutter nachzukommen.

3. Mütter brauchen echte Partner

Die Geburt ist ein absolutes Ausnahmeereignis. Trotzdem werden Mütter nach der Geburt alleine gelassen. Sie müssen sich von der körperlichen und seelischen Beanspruchung erholen, die Verantwortung für ein Neugeborenes übernehmen, mit dem Schlafmanko zurechtkommen und sich zusätzlich um allfällige Geschwister kümmern.
Ein Vaterschaftsurlaub ermöglicht dem Vater seine Partnerin zu entlasten und gibt der Mutter Sicherheit: Mein Partner ist für uns da.

4. Gleich lange Spiesse in der Wirtschaft schaffen

Die Schweiz ist ein Land von KMU. Kleine und mittlere Unternehmen bieten heute selten einen freiwilligen Vaterschaftsurlaub an. Zum Teil aus verständlichen Gründen: Sie haben nicht alle die Mittel, einen Vaterschaftsurlaub selber zu finanzieren. Heute sind sie gegenüber Grossunternehmen im Wettbewerb um gute Arbeitnehmer benachteiligt: Diese können sich einen Vaterschaftsurlaub leisten.
Ein über die EO finanzierter Vaterschaftsurlaub schafft gleich lange Spiesse für alle.

5. Sozialpartnerschaft bringt keine zeitgemässen Lösungen

Bei Verhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden zeigt sich, dass es bezüglich Vaterschaftsurlaub nur schleppend voran geht. Weiter sind auch rund die Hälfte aller Arbeitnehmenden nicht einem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt und profitieren deshalb nicht von allfälligen Errungenschaften.
Die Einführung eines Vaterschaftsurlaubes kann nur auf dem politischen Weg Mittels Volksinitiative erreicht werden. Eine gesetzliche Lösung mit einer solidarischen Finanzierung bringt auch dem Arbeitgeber eine Verbesserung, da er nicht alles selber bezahlen muss.

6. Beinahe schon finanziert

Nach Einschätzung des Bundesrates betragen die Kosten rund 380 Millionen Franken pro Jahr. Das sind für Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 0.06 Lohnprozente. Bei einem Monatslohn von 6000 Franken bedeutet das 3.60 Franken – nicht mehr als eine Tasse Kaffee. Die Kosten entsprechen insgesamt weniger als einem Prozent dessen, was wir heute für die AHV ausgeben. Weil die Entschädigungen für Militärdiensttage, die auch über die EO abgerechnet werden, ständig abnehmen, müssten die EO-Beitragssätze mittelfristig entweder gar nicht oder nur unwesentlich angepasst werden.
Ein 20-tägiger Vaterschaftsurlaub ist demnach problemlos finanzierbar. 

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